" Truth ist one - path are many. Es gibt nur eine Wahrheit, aber viele Wege."

Swami Satchidananda

Yoga Geschichte

Yoga (Sanskritयोग, wird oft als zusammenbinden, anjochen oder Einheit übersetzt)

Yoga ist eine Jahrtausend alte indische Lehre, die eine Reihe von körperlichen und geistigen Übungen umfasst. Auch wenn die Wurzeln im Buddhismus und Hinduismus liegen, ist Yoga KEINE Religion und wird von Menschen allen Glaubensrichtungen praktiziert. Schon in den ältesten Schriften, den Upanishaden (ca. 700 v. Chr) werden Atemübungen und das Zurückziehen der Sinne (Pratyahara) als Hilfsmittel zur Meditation beschrieben.

Der wichtigste Quelltext des Yoga ist das Yoga-Sutra von Patanjali (indischer Gelehrter; ca. 2.-4. Jh v. Chr). Es ist gewissermaßen ein Leitfaden, in dem Yoga als ganzheitlichen Übungsweg - dem achtfachen Pfad - beschrieben wird.

 

Yoga heute

Viele Menschen verbinden mit dem Wort Yoga entweder Gesundheit und Fitness oder Verrenkung und Versenkung. Das stimmt zum Teil, aber Yoga umfasst noch viel mehr. 

Yoga verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der Körper, Geist und Seele in Einklang bringen soll. Gerade in der heutigen immer schneller werdenden Zeit, wo jeder auf seine Art ein hohes Alltags Pensum zu erfüllen hat, holt uns Yoga ab. Es gibt uns die Chance wieder langsamer und bewusster sein zu dürfen, denn nur so können wir spüren was unserem Körper und Geist wirklich gut tut.

Der Einstieg ins Yoga geschieht meist aus gesundheitlichen Gründen wie Rückenbeschwerden oder der Wunsch nach Entspannung und weniger Stress. Eine regelmäßige Yogapraxis schenkt uns körperlich mehr Gesundheit und Vitalität, sowie Gelassenheit, innere Ruhe und Energie für den Alltag. 

Und nach einiger Zeit bemerken wir, dass es uns aber noch viel mehr gibt - eine tiefe innere Zufriedenheit und Kraft!


Integral Yoga

Integral Yoga wurde von Sri Swami Satchidananda (1914-2002)  gegründet, vielen unter dem Namen "Woodstock Guru" bekannt, da er beim Woodstock Festival 1969 die Eröffnungsrede hielt. Er setzte sich sehr für den Weltfrieden und der Harmonie zwischen den Menschen aller Nationen und Glaubensrichtungen ein. Für seine Dienste hat er viele Auszeichnungen erhalten, u.a. den Albert-Schweitzer- und Martin Buber-Preis für außergewöhnliche Dienste an der Menschheit.

Seinen Traum, einen bleibenden Ort zu schaffen, wo sich Menschen jeder Herkunft und Glaubensrichtung friedlich begegnen können, hat er im Juli 1986 mit der Gründung des Satchidanada-Ashram-Yogaville (USA/Virgina) erfüllt.

 

Im Integral Yoga werden daher alle traditionellen Yogarichtungen, zur Förderung der ganzen Persönlichkeit des Menschen, vereint. Es geht über Asanas (Körperstellungen), Yoga Nidra (Tiefenentspannung) und Pranayama (Atemkontrolle) hinaus. Es integriert auch die Konzentration, Meditation, und Philosophie des Yoga.  

 

Das Ziel des Integral Yoga ist es, ein körperliches Wohlgefühl und einen friedvollen Geist zu erlangen und ein nützliches Leben zu führen.                                


Yin Yoga

Im Gegensatz zu unseren Lebensweisen, die oft geprägt sind von ganz viel Aktivität, Stress, Anspannung, Leistungsdenken und Powern (also Yang), steht die Praxis des Yin Yoga unter dem Stern der Entspannung, des Loslassen, des Zu-sich-kommen und Bei-sich-seins.

Zentrale Elemente sind dabei das lange Halten (Zeit) von Positionen (Asanas) mit entspannter Muskulatur (Schwerkraft), um so die Gewebeschichten im Körper zu erreichen, auf denen unsere Emotionen gespeichert sind (Faszien = Bindegewebe).

Die allermeisten Yin-Haltungen werden im Sitzen oder Liegen ausgeübt, mit dem Ziel Blockaden, Verspannungen und Verklebungen des Bindegewebes zu lösen. Denn dort verlaufen nach Auffassung der TCM (Trad. Chin. Medizin) die Energiebahnen (Meridiane) durch unseren Körper.

Im Yin-Yoga liegt der Fokus auf dem Entspannen in eine Haltung hinein. Nicht, wie im Yang-Yoga auf Muskelaufbau und Kräftigung. Es geht auch nicht um das Erreichen einer bestimmten Ästhetischen Form von Asanas, sondern vielmehr darum die jeweiligen Zielbereich im Körper zu erreichen (z.B. Beinrückseite in der Vorbeuge, wobei dabei egal ist, ob die Beine und der Rücken gestreckt sind oder nicht, solange eine Öffnung der Beinrückseite erreicht wird).